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10-Jahre Riester-Rente, Zwischenbilanz: Ernüchternd…

Auch wenn einige Journalisten (vor allem von speziellen Finanzblättern), viele Politiker und die Finanzbranche die Riester-Rente lobpreisen und behaupten:

wer pauschal etwas anderes behauptet, sei unverantwortlich

…die Realität sieht doch anders aus. Es hat sich Ernüchterung eingeschlichen. Vor allem Verbraucherschützer sind nach wie vor skeptisch. Einige Punkte, welche man ansprechen muss:

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Zu hohe Vertragskosten

Die Zeitschrift Ökotest kam schon 2011 zum Schluss, dass an der Altersvorsorge vor allem die Versicherungskonzerne verdienen. Das Problem: die Kosten für den Sparer sind fast so hoch, wie die vom Staat in 30 Jahren bezahlten Zulagen! Geändert hat sich nichts

Problem Geringverdiener/Grundsicherung

Für Geringverdiener bleibt die Riester Rente, mehr oder weniger, ein Nullsummenspiel. Wer davon ausgehen muss, dass seine Rente nicht ausreichen wird um den Lebensunterhalt zu bestreiten, dem hilft die Riester Rente wenig bis nichts. Um genauer zu sein: sie hilft umso weniger, je näher man schon am Rentenalter ist. Fachleute behaupten hier nach wie vor z. B.,

dass junge Menschen „noch gar nicht wissen könnten, wie sich ihr Leben weiter entwickelt. Daher würde eine Riester Rente da auch bei Geringverdienern Sinn machen.

Ein Fakt bleibt jedoch: Riestern lohnt sich vor allem für Sparer mit Kindern und niedrigem Gehalt (durch hohe Kinderzulagen) und für Kinderlose Gutverdiener (hohe Steuerzuschüsse).

Problem: der Verbraucher

Der so genannte Verbraucher ist die eigentliche Zielgruppe. Leider muss man dazu auch sagen, dass der Verbraucher der ist, welcher die Riester Rente letztlich komplett finanziert und dafür immer weniger bekommt. Der Garantiezins (mit Betonung auf Garantie) ist gesunken. 2001 gab es noch 3,25 Prozent, ab 2013 gibt es für neu abgeschlossene Verträge nur noch 1,75 Prozent. Die Finanzkrise lässt grüßen und noch Schlimmeres vermuten. O. g. Geringverdiener bzw. Empfänger einer Grundsicherung müssen Riesterauszahlungen mit der Grundsicherung verrechnen.

Mangelnde Transparenz

Auch das mit der Transparenz abgeschlossener Verträge wurde immer wieder bemängelt, sogar von höchster politischer Ebene wurden deutliche Verbesserungen eingefordert. Es bleibt aber beim Problem. Einen Riestervertrag versteht kaum jemand, der Berater schwatzt einem nicht selten ein unpassendes Produkt auf. Das mit dem Produktinfoblatt funktionierte nicht, soll jetzt aber erneut die Geheimwaffe sein. Das wirkt etwas hilflos.

Wechselproblem

Wer auf die Schnelle mal seinen Vertrag wechseln will, steht in der Regel schlecht da. Egal aus welchen Gründen bzw. ob nun berechtigt oder weniger berechtigt wechseln will: man macht Verluste. Das Problem ist altbekannt: die Versicherungsbranche versucht sich in den ersten Vertragsjahren sozusagen alles zu holen, was geht. Und das muss der Verbraucher dann zahlen und bei einem frühen Wechsel ist der Verlust daher vergleichsweise hoch.

Fazit z. B. der Böckler Stiftung

Im September 2012 kam eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung zu folgendem Ergebnis: Privatvorsorge à la Riester gehört abgeschafft. Die "Zuschussrente" lehnt sie auch ab.