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Private Altersvorsorgeprodukte sind zu komplex und intransparent

News - Private Altersvorsorgeprodukte sind zu komplex und intransparent

Dies ist ein häufig formulierter Vorwurf von Verbrauchern und Verbraucherschutzorganisationen. Die Anbieter sind da natürlich anderer Meinung. Interessanterweise wurde nun vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ZEW, den Institut für Finanzdienstleistungen iff und dem Institut für angewandte Sozialwissenschaft Infas eine recht große Studie durchgeführt. Auftraggeber war das Bundesfinanzministerium.

Es wurden hierbei sowohl Verbraucher als auch Anbieter befragt und Vorschriften für Produktinformationen aus vielen Ländern ausgewertet.

Das Ergebnis ist wenig überraschend. Gemäß der Studie nehmen Verbraucher private Altersvorsorgeprodukte wie Riester-Renten- und Basisrentenverträge oft als intransparent wahr. Produkte sind nur schwer vergleichbar, vor allem weil sie immer noch sehr komplex sind und auf vielen nicht standardisierten Detailinformationen beruhen.

Die vom Verbraucher gewünschte Verständlichkeit kann eigentlich nur erreicht werden, indem man Produktinformations-Blätter standardisiert. Sinnvollerweise sollte man dazu ein Pyramidenmodell einführen. Die oberste Ebene dient zur grundlegenden Orientierung für jeden Anleger. Wer mehr wissen will, kann sich dann durch die weiteren Ebenen arbeiten.

Die erste Ebene soll dabei im Prinzip schon ausreichend sein und Produktart, Anbieter, Förderfähigkeit, Garantien, Risiken und Kosten knapp beschreiben.

Die zweite Ebene soll Informationen über die Anlagestrategie und über die Eignung des Produkts für verschiedene Anlegergruppen enthalten.

Die dritte Ebene soll über die Wertentwicklung der Produkte informieren.

Interessant auch der Vorschlag, dass die Kosten in einer einzigen Kennzahl angegeben werden.

(07.2010, Angaben ohne Gewähr)


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