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Riester Rente

News Riester-Rente: Fachleute mahnen bessere Transparenz der Verträge an

Die Riester Rente wird allgemein gerne als ein reines Erfolgsmodell dargestellt. Noch im Februar 2010 sprach Ursula von der Leyen von einem Erfolgsmodell. Aber Wirtschaftsfachleute sehen das anders.

Ende 2009 sahen die Zahlen in etwa so aus: es gibt schätzungsweise 13 Millionen Riester-Verträge. Fast 10 Millionen davon sind Lebensversicherungen! Fakt ist damit auch, dass bislang gerade mal 37% aller Förderungsfähigen überhaupt einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben.

Tatsache ist auch, dass gerade die Geringverdiener nur selten Verträge haben. Und genau diese Gruppe sollte eigentlich über die Riester Rente zur Altersvorsorge gebracht werden. Gerade sie können im Alter in Probleme kommen.

Der Fehler liegt lt. Fachleuten am System an sich. Von der kompletten Förderung - und hier muss man vor allem von den möglichen Steuerentlastungen sprechen - können nach Einschätzung von Experten eigentlich nur Gutverdiener profitieren. Wer einen hohen Steuersatz hat, kann einiges absetzen. Die Rendite ist dann besser, als wenn man zulagenberechtigte Kinder hat. Also bleibt z. B. der Geringverdiener mit Kindern schlechter gestellt.

Ein anderes Problem sind die Kosten rund um die Verträge. Kosten können vor allem bei Kündigung, Beitragsfreistellung oder Anbieterwechsel entstehen. Und die Unterschiede sind je nach Anbieter beachtlich. Zwar muss ein Anbieter ein Produktinformationsblatt vorlegen. Aber die Transparenz bleibt nach Ansicht von Fachleuten dennoch auf der Strecke. So richtig klar wird nichts, weil sich die Versicherer lieber in unverständlichen Fachbegriffen ergehen, als klar auf die Kosten einzugehen.

Etwas muss dran sein, an den Äußerungen dieser Fachleute, denn der Verband Deutscher Versicherer kündigte eine Stellungnahme zu den Vorwürfen an.

(24.03.2010)

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