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Mögliche gesetzliche Änderungen zur Renten

News 31.01.2014 - Mögliche gesetzliche Änderungen zur Renten

Die neue Bundesregierung hat relativ schnell die Änderung der Renten ins Kabinett gebracht und möchte dazu wohl schnell ein Gesetz auf den Weg bringen. Im Mai 2014 soll der Bundestag zustimmen, dann würde das Gesetz ab 01. Juli 2014 gelten.

Im Einzelnen würde das Gesetz wohl folgende Änderungen enthalten:

Wer vor 1992 Kinder bekommen hat, soll nun bei der Rente zwei statt einem Erziehungsjahre anerkannt bekommt. Dies gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Dies soll eine Rentenerhöhung von monatlich brutto 28,14 Euro (West) bzw. 25,74 Euro (Ost) bedeuten.

Wer mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse gezahlt hat, soll mit 63 Jahren ohne jeden Abschlag in Rente gehen können. Das ist nicht so ganz neu, neu ist dagegen, dass in diese Berechnung bis zu fünf Jahre Arbeitslosigkeit einfließen. Das macht es z. B. leichter für alle, die mit 58 in eine Art vorzeitigen Ruhestand gehen wollen.

Sinnvoll und notwendig war sicherlich die Nachbesserung zum Thema Erwerbsminderungsrente. Wer z. B. aus Krankheitsgründen früher verrentet wird, soll etwas besser gestellt werden. In der Praxis wird die so genannte Zurechnungszeit um zwei Jahre angehoben, was bis zu 45 Euro mehr im Monat bewirken kann.

Geringverdiener sollen ab 2017 eine garantierte Rente von ca. 850 Euro bekommen. Das klingt gut, aber daran sind etliche Dinge geknüpft. So müssen die Leute mindestens 40 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, bis 2023 sollen dann 35 Beitragsjahre reichen. Bis fünf Jahre Arbeitslosigkeit sollen angerechnet werden können. Ab 2023 ist eine private Altersvorsorge Voraussetzung, diese Leistungen erhalten zu können.

Diese Regelungen sind insgesamt enorm umstritten. Die Rentenregelung zum abschlagfreien Einstieg am 63 Jahren wird vor allem von der Industrie und von Systemforschern als der falsche Weg beschrieben. In einer Studie kam man zum Schluss, dass insbesondere Familien mit Kindern extrem benachteiligt würden. Eltern mit Kindern würden einmal sozusagen in eigene Rentenbeiträge einzahlen und zusätzlich noch über die Kinder für den Erhalt des Systems sorgen.

Die Zeche würden die Kinder zahlen und das ganze System drohe ab 2030 zu kollabieren.

(01.2014, Angaben ohne Gewähr)


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