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Private Vorsorge

Fondsanlagen

Investmentfonds haben in den vergangenen Jahren immer mehr Freunde gefunden. Die Grundidee dahinter war durchaus gut. Ein Fonds ist immer so etwas wie ein großer Topf. Hier ist es ein Geldtopf. In den Topf zahlt aber nicht nur einer ein, der dann das Risiko alleine trägt. Vielmehr ist die Fondsidee, dass viele mit relativ kleinen Beträgen hier reinzahlen. So kommt zwar ein großes Kapital zustande, das Risiko wird aber auf viele gestreut. Der Fonds wird dann von einem Fondsmanager betreut, von dem man annimmt, dass er ein Fachmann ist (was sich leider als Trugschluss herausstellen kann).

Diese Fachleute investieren das Geld des Fonds in bestimmte Werte. Das können Aktien, Anleihen oder etwa Immobilien sein. Auch eine Mischung der Werte ist hier möglich und oft zur Risikostreuung sinnvoll. Gerade die Anlage in viele verschiedene Werte streut das Risiko eines Fonds und macht den Fonds attraktiv und oft auch zu einem Renditeturbo. Man muss halt die richtigen Sachen im Fonds haben. Für einen Einzelnen wäre das so nicht zu schaffen.

Ein Beispiel: Als Einzelner würde man sich vielleicht 10 Aktien vom Automobilhersteller X, 10 von der Bank X, 25 vom Pharmaunternehmen X, 30 vom IT-Unternehmen X kaufen. Dann hätte man eventuell schon viel Geld investiert.

Der Fondsmanager kann da ganz anders hinlangen. Der hat viel Geld zur Verfügung und könnte von verschiedenen Automobilherstellern jeweils ein paar tausend Aktien kaufen, dasselbe von vielen unterschiedlichen Banken, Pharma, IT-Werten und sonstigen Werten. Er könnte dazu in gemischten Fonds noch in Anleihen, Immobilien, Renten oder sonstiges gehen.

Als Anleger erhält man für seinen Anlagebetrag Fondsanteile. Die Arbeit der Fondsmanager wird durch die Bafin überwacht. Es gibt gewisse Mindestanforderungen an Fonds. Aktien- und Rentenfonds müssen beispielweise mindestens 16 verschiedene Werte enthalten, offene Immobilienfonds mindestens 8 Werte.

Fonds gelten als sehr flexible Anlage. Die Renditechancen sind nach Meinung von Fachleuten besonders bei Aktienfonds gut. Aber man darf nie vergessen: wo große Renditechancen sind, da lauert auch die Gefahr von Risiken. Fonds können auch schlecht laufen und gar keine Rendite abwerfen. Wesentlich geringere Schwankungen gibt es bei Rentenfonds. Sie gelten im Vergleich zu Aktienfonds als weniger anfällig, dafür sind die Renditechancen in der Regel viel geringer.

Beim Kauf von Fonds sollte man die anfallenden Kosten nicht außer acht lassen. Es fällt eine Kaufgebühr an, der so genannte Ausgabeaufschlag. Der kann zwischen 3% bis 7% des Anlagebetrages liegen. Dazu kommen Verwaltungsgebühren, die zwischen 0,5% bis 2,5% liegen. Außerdem werden Fonds in einem Depot verwahrt, auch diese kosten jährlich eine Gebühr (zumindest bei den meisten Anbietern).

Aktienfonds-Sparpläne werden von Banken, Direktbanken und Fondsgesellschaften angeboten. Bei ihnen fließt das Geld in einen oder mehrere Aktienfonds. Da diese Form der Kapitalanlage keine staatliche Förderung erhält, steht es dem Anleger frei, wann und wie er über sein Vermögen verfügen will.

Aktienfonds-Sparpläne verursachen verschiedene Arten von Kosten. Beim Kauf ist für jeden Sparbeitrag einmalig ein Ausgabeaufschlag zu entrichten, wobei viele Kapitalanlagegesellschaften langjährigen Kunden erhebliche Nachlässe gewähren. Manche Kapitalanlagegesellschaften verlangen diese Ausgabeaufschläge auch bei Umschichtungen während der Laufzeit. Dann gilt: Je öfter das Portfolio umgeschichtet wird, desto höher sind die Kosten durch Ausgabeaufschläge. Viele Kapitalanlagegesellschaften verzichten allerdings unter bestimmten Voraussetzungen bei Umschichtungen auch auf Ausgabeaufschläge. Einige Banken oder Fondsvermittler bieten ausgewählte Fonds mit reduziertem bzw. ohne Ausgabeaufschlag an.

Hinzu kommen jährliche Verwaltungsgebühren der Fonds auf das angesparte Kapital (Total Expense Ratio). Nicht angegeben werden in der Total Expense Ratio gewöhnlich die Transaktionskosten. Sie würden zum Beispiel durch Umschichten von Papieren innerhalb des Fonds entstehen.

Den höheren Renditechancen dieser Anlageform steht ein Verlustrisiko gegenüber, da die Bank oder Fondsgesellschaft dem Anleger in der Regel keine Ablaufleistung garantiert. Fachleute empfehlen aber, dass man auch in Zeiten sinkender Kurse konsequent weiter in die Fonds einzahlt. Damit kann man den so genannten Durchschnittskosteneffekt nutzen.

Fondssparpläne zeichnen sich in der Regel durch eine hohe Kostentransparenz aus. Depotgebühren und Ausgabeaufschläge sind in den Preisverzeichnissen der Banken, Sparkassen und Fondsgesellschaften aufgeführt.

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