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Private Vorsorge

Banksparanlagen, Banksparpläne

Der Banksparplan

Banksparpläne sind im Prinzip immer noch des Deutschen liebstes Kind. Das meiste Kapital liegt wohl in solchen Anlagen. Banksparpläne haben einen entscheidenden Vorteil: sie sind vergleichsweise risikoarm und gut kalkulierbar. Für Sparer, die ein festes Ziel vor Augen haben, sind sie oft die erste Wahl. Wer irgendwann eine Immobilie kaufen will, der kann mit einem Banksparplan sicherlich gut kalkulieren. Mit Fonds oder Aktien oder ähnlichem kann er vielleicht schneller am Ziel sein, aber er kann auch schnell mal mit Verlusten da stehen - und kann sein Ziel nicht mehr realisieren.

So gesehen eignet sich der Banksparplan durchaus als Riester-Anlage. Vor allem für Anleger ab 50 Jahre ist er eigentlich die beste Wahl. Denn da hat man die Rente vor Augen und kann ziemlich gut kalkulieren. Je jünger und risikofreudiger ein Anleger ist, desto unattraktiver kann der Banksparplan werden.

Der Banksparplan ist eigentlich simpel aufgebaut: man zahlt regelmäßig eine Sparrate in den Plan ein. Das kann bei 5 Euro anfangen, wobei Beträge ab 25 Euro realistischer sind und heute von Banken oft gefordert werden. Beim Abschluss eines Banksparplanes legt man sich immer auf eine Laufzeit fest. Üblich sind Laufzeiten von 1 bis 25 Jahren. Die Erträge richten sich nach dem Plan. Oft gibt es feste, manchmal variable Zinsen. Manchmal gibt es Prämien oder ähnliches, die während der Laufzeit ausgeschüttet werden. Normale Banksparpläne sind meist vor Ablauf einer bestimmten Frist nicht kündbar.

Die relative Sicherheit des Banksparplanes hat einen entscheidenden Nachteil: die Rendite ist nicht sehr hoch. Je nach Art des Vertrages kann sie auch relativ niedrig sein. Entscheidend für die Betrachtung der Rendite ist dabei immer die effektive Rendite des Planes - also das, was am Ende insgesamt herauskommt.

Die Einlagen des Sparplanes sind in der Regel über die Einlagensicherungen geschützt - meist sogar komplett, manchmal aber nur bis zu einer bestimmten Einlagenhöhe. Das wäre bei Abschluss auch eine wichtige Frage, die man stellen sollte: wie hoch ist die Einlagensicherung? Beschränkungen auf einen Prozentsatz der Einlage oder maximale Sicherungen von zum Beispiel 20.000 Euro sind schlechter als Sicherungen des gesamten Sparkapitals - das muss einem klar sein.

Das Sparbuch

Das Sparbuch gehört zu den wichtigsten Anlageformen in Deutschland. Man mag es sicher und verzichtet dabei auf die ganz hohen Renditen. So könnte man ein Sparbuch in etwa beschreiben. Ein Sparbuch ist auch relativ unflexibel. Man darf nur bis zu einem bestimmten Betrag abheben, die Kündigungsfrist ist relativ lang.

Mit einem Sparbuch kann man kurzfristig nicht reich werden, dazu sind die Zinssätze einfach zu niedrig. Auch für das Ansparen im Alter ist es eigentlich nur bedingt geeignet. Wenn man auf einem Sparbuch 2,5% Zinsen erhalten würde und man würde monatlich 50 Euro einzahlen, so bekommt man nach ca. 50 Jahren um die 100.000 Euro raus (wobei man bedenken muss, dass der Zinssatz variiert!). Das ist nicht unbedingt sehr viel.

Tagesgeldkonten

Sie sind wesentlich flexibler als Sparbücher. Man kann einzahlen und abheben, so viel man will. Außerdem ist der Zins auf Tagesgeldkonten in der Regel höher als der beim Sparbuch.

Ein Tagesgeldkonto hat zwar Ähnlichkeit mit dem Girokonto. Allerdings kann man nicht seine Geldgeschäfte darüber abwickeln, d. h. Überweisungen über das Konto sind in der Regel nicht möglich. Auch eine direkte Abhebung vom Tagesgeldkonto ist nicht möglich. Das Geld muss dazu vorher auf ein Referenzkonto überwiesen werden - das ist häufig das Girokonto des Anlegers.

Vergleiche bei Tagesgeldkonten lohnt sich durchaus. Die Zinssätze variieren je nach Institut. Aber Vorsicht: manchmal sind höhere Zinsen auch an Mindesteinlagen gekoppelt!

Festgeld/Termingeld

Diese Anlageform ist eigentlich eine spezielle Form des Sparbuchs. Der Anlagebetrag wird aber wesentlich höher verzinst. Dafür legt man das Geld aber auch auf eine bestimmte Zeit an. Die Laufzeiten für diese Kosten sind dann meistens sehr lang - zwischen 3 Monaten bis zu eineinhalb Jahren, je nach Institut und Anlageform.

In der Regel ist das alles abhängig von der Laufzeit der Anlage. Diese wird bei Vertragsschluss festgelegt, ebenso wie der Anlagebetrag und die Verzinsung der Anlage. Während der Laufzeit kommt man in der Regel nicht an sein Geld. Insgesamt liegt die Verzinsung häufig kaum über dem eines Tagesgeldkontos, wobei das Tagesgeldkonto wesentlich flexibler ist.

Sparbriefe

Sie stellen sozusagen eine langfristigere Form des Festgeldes dar. Rein formal sind Sparbriefe meist eine Sonderform des klassischen Sparbuches. Allerdings ist die Verzinsung sehr viel höher. Dafür ist der Sparbrief aber auch für eine längere Zeit festgelegt (in der Regel 5 bis 10 Jahre). Während dieser Zeit kommt man nicht an den Einlagebetrag.

Interessant sind die Varianten der Sparbriefe. Es gibt hier so genannte aufgezinste Sparbriefe. Hier erhält man die anfallenden Zinsen nicht ausgezahlt. Bei abgezinsten Sparbrief sind diese Zinsen schon im Vorfeld mit dem "Kaufpreis" des Sparbriefes verrechnet.

Rentensparvertrag

Sie sind eigentlich auch nur langfristige Sparverträge, denn letztlich zahlt man über einen gewissen Zeitraum monatlich einen vereinbarten Betrag in einen Vertrag. Der Vertrag hat meist einen wohlklingenden Namen und läuft ziemlich lange (bis 25 Jahre). Am Ende erhält man auf den eingezahlten Betag einen Bonus.

Während der Laufzeit liegt das Geld im Prinzip fest. Will man vorher an sein Kapital, so verliert man Prämien und hat Vorschusszinsen zu zahlen. Das hat diesen Rentensparvertrag extrem unflexibel und wenig beliebt gemacht. Mittlerweile weichen einige Anbieter zumindest von den vorgegebenen Laufzeiten ab und geben oft keine bestimmte Laufzeit mehr vor. Dann kann man den Vertrag wie ein Sparbuch mit einer dreimonatigen Frist kündigen.

Die Zinsregelungen der Rentensparvertrag sind insgesamt kaum überschaubar. Es gibt einerseits Verträge mit festem Zinssatz und fester Laufzeit. Möglich ist auch eine feste Zinszahlung und eine Bonuszahlung am Ende. Der Zins kann jedoch auch fix gewählt werden, man hat dann einen Grundzins.