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Altersvorsorge und Renten

Vorsorgen im Alter

Was heißt Vorsorgen im Alter?

Wenn man von Altersvorsorge spricht, dann spricht man von allem, was dem Lebensunterhalt nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben dient. Zur Altersvorsorge herangezogen werden in der Regel die Anwartschaften der gesetzlichen Rente, Sparguthaben, Auszahlungen aus anderen rentenähnlichen Verträgen oder andere Vermögenswerte. Kurz: zur Altersvorsorge wird alles herangezogen, was Geld im Alter bringt.

Früher war Altersvorsorge stark über den Familienverbund geregelt. Der leistungsfähige "Junge" versorgte damals den nicht mehr so leistungsfähigen "Alten". Dafür braucht es aber das klassische Bild der Familie: es müssen genug Nachkommen da sein, welche die "Alten" versorgen können. Dieses klassische Bild der Familie hat sich aber in den modernen Industriegesellschaften nachhaltig geändert.

Schon um 1889 hat man in Deutschland erkannt, dass dies so nicht mehr funktioniert. Es wurde deshalb über die Sozialgesetze eine staatliche Altersversorgung eingeführt. Allerdings war diese anders angelegt, als man das von der heutigen gesetzlichen Rentenversicherung kennt. Damals zahlten Arbeitnehmer, Arbeitgeber und auch der Staat in ein Konto ein, welches das Konto des jeweiligen Arbeitnehmers war.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde dann das Verfahren umgestellt auf das heute bekannte Umlageverfahren. Das heißt wiederum: wer aktuell in die gesetzliche Rente einzahlt, der bezahlt die Renten der jetzigen Rentenempfänger. Er zahlt nicht, wie oft fälschlicherweise vermutet, in ein eigenes Guthaben ein. Wer heute arbeitet und später in Rente geht, erhält sein Geld dann von der zu dem Zeitpunkt arbeitenden und einzahlenden Arbeiterschaft. Dieses Verfahren war bis in die 1970er durchaus sinnvoll. Aber auch hier geht die Rechnung schon lange nicht mehr auf. Aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge und höherer Arbeitslosenzahlen ist die Zahl der Einzahler geringer geworden. Parallel dazu vergrößerte sich die Lebenserwartung der Menschen. Deshalb gibt es immer mehr Rentenempfänger bzw. die Rentner erhalten ihre Rente länger als man früher dachte.

Die gesetzliche Rente heutiger Prägung wird wohl nicht mehr ausreichen, um die Bedürfnisse vieler Rentner im Alter zu befriedigen. Deshalb wird die zusätzliche private Vorsorge im Alter immer wichtiger.

Heute geht man von mehreren Säulen der Altersvorsorge aus:

Ein ganz spezielles Thema bezüglich der Altersvorsorge ist die so genannte Gleichstellungsproblematik bzw. allgemein gesagt die Rentensituation für Frauen. Leider ist es immer noch so, dass Frauen vergleichsweise weniger verdienen als Männer. Außerdem haben Frauen in der Regel mehr Ausfallzeiten (typischerweise aufgrund von Schwangerschaften und Kindererziehungszeiten). Dies führt zur Problematik der Altersarmut bei Frauen, weil sie oft geringere Renten-Anwartschaften vorweisen können.